Glossar
Abluftemission | Substanzen, die dem textilen Produktionsprozess entweichen und in den Abluftpfad gelangen |
Abwasseremission | Substanzen, die über einen Nassprozess in den Abwasserpfad gelangen |
Arbeitsplatzsituation | Unmittelbare Umwelteinflüsse, die in Form von Dämpfen, Gasen, Staubpartikeln, Lärm, Temperatur usw. auf die Person am Arbeitsplatz einwirken |
BAP-"Best Available | Best mögliches Produkt, um eine bestimmte Performance bei minimalem Ressourcenaufwand und geringster Umweltbelastung zu erreichen |
BAT- "Best Available Technology" | Neuester Stand der Technik, umweltverträglich und dabei auf höchstem Niveau unter den Gesichtspunkten Technologie, Design, Einrichtung, Konstruktion, Wartung, Betrieb sowie Entsorgung ökonomisch und technisch rentabel |
Beirat | Unabhängiges, interdisziplinäres Gremium, das sich aus Vertretern der Wissenschaft, der Umweltpolitik, der Industrie sowie den Verbraucher- und Umweltorganisationen zusammensetzt |
Best Practice | Optimales Verfahren |
bluefinder™ | Datenbank für bluesign®-Partnerfirmen für das Auffinden von homologierten Komponenten |
"blue"-Klassifizierung | Komponenten, Produktionsprozesse und Technologien, die für sämtliche Anwendungen eingesetzt werden können und die Anforderungen des bluesign®-Standards vollständig erfüllen |
bluetool™ | Software-Instrument, das für die Homologierung von Komponenten nach dem bluesign®-Standard eingesetzt wird |
EHS | Environment, Health & Safety = Umwelt, Gesundheit und Sicherheit |
"grey"-Klassifizierung | Komponenten, Produktionsprozesse und Technologien, die für limitierte Anwendungen nach dem Grundsatz von BAT – Best Available Technology - eingesetzt werden können. Der Verbraucherschutz ist aber in jedem Falle gewährleistet. |
Homologierung | Ein von bluesign technologies ag entwickelter Prozess für das Rating von Komponenten, Technologien und Prozessen |
Input Stream Management | Vorbeugendes Konzept zur Kontrolle und Optimierung von Stoffströmen auf der Inputseite, um gleichzeitig den Output zu optimieren |
Inputströme | Stoffströme (Komponenten wie z.B. Fasern, Garne, Hilfsmittel und Farbstoffe), die auf der Inputseite eines Prozesses stehen und den Output massgebend bestimmen |
Komponenten | Sämtliche Produkte, die in der textilen Kette bei den Herstellern zur Anwendung kommen wie z.B. Garne, Präparationen, Hilfsmittel oder Farbstoffe |
Kosten-Inflations- | Faktor, der sich aus dem Ressourcen-Inflations-Faktor errechnen lässt und das Kostensparpotential reflektiert |
Konsumentenschutz | Oberstes Prinzip - „Schutz des Konsumenten“ - durch Reduktion von Schadstoffen auf das kleinstmögliche Mass durch proaktives Handeln in der gesamten textilen Kette |
Label | Die Labels „bluesign® approved“ für chemische Komponenten, „bluesign® approved fabric“ für textile Halbfabrikate und „bluesign® safety” für textile Fertigprodukte stehen für eine möglichst umwelt-, gesundheits- und Ressourcen schonende Textilproduktion |
Membership | Führende Brands und Retailer, haben die Möglichkeit sich durch eine bluesign®-Membership aktiv am bluesign®-Standard zu beteiligen |
Partner | Textilproduzenten, die den bluesign®-Standard in ihre Produktion integriert haben |
Power Groups | Unabhängige Non-Profit-Organisationen - NGO’s |
REACH | Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien – strenge EU Verordnung zur Reformierung des europäischen Chemikalienrechts. Chemische Produkte dürfen gemäss REACH nur dann in de Umlauf gebracht werden, wenn der Hersteller alle benötigen Daten (physikalische Eigenschaften, Toxizität in Gewässern, Wirkung auf den Menschen etc.) liefert und diese Produkte von den Behörden geprüft wurden. Besonders besorgniserregende chemische Produkte bedürfen einer speziellen Zulassung |
Ressourceneffizienz | Mit möglichst wenig natürlichen Ressourcen möglichst viel Nutzen erzeugen |
Ressourcen-Inflations- | Faktor, der sich aus dem bluesign®-Screening eines Herstellers berechnen lässt und das Sparpotential von Ressourcen und Energie in der gesamten Herstellungstechnik im Vergleich zu BAT aufzeigt |
Ressourcen- | Die Menge an Gütern und Dienstleistungen, die aus einer bestimmten Einsatzmenge an Ressourcen (Material und Energie) gewonnen wird. Ressourcenproduktivität ist der Kehrwert der Material- und Energie-Inputs pro Serviceeinheit. Unter ökologischen Gesichtspunkten ist es sinnvoll, die Ressourcenproduktivität zu steigern. Dann wird weniger Umwelt verbraucht für das Anbieten einer gleichen oder sogar besseren Funktion oder Dienstleistung. Der Begriff wurde von Prof. Friedrich Schmidt-Bleek (Beirat bluesign technologies ag) Anfang der 90er Jahre geprägt und im MIPS-Konzept umgesetzt. Das naturwissenschaftliche Mass MIPS misst die Menge Natur, in Kilogramm oder Tonnen, die zur Bereitstellung eines bestimmten Nutzens, einer bestimmten Dienstleistung gebraucht wird. |
RSL - Restricted Substance List | Liste mit verbotenen Substanzen sowie Problemsubstanzen, die bis zu einer definierten Limite zugelassen sind. Wird von verschiedenen Einzelhandelsfirmen für deren Hersteller als Richtlinie vorgegeben |
Screening | Umfasst die genaue Bewertung der Umwelt-, Ressourcen und Arbeitsplatzsituation von textilen Produktionsstätten vor Ort gemäss den fünf Grundprinzipien des bluesign®-Standards (Ressourcenproduktivität, Konsumentenschutz, Abluft, Abwasser und Arbeitsplatzsicherheit) |
Supporter | Führende Firmen der chemischen Industrie, die proaktiv am bluesign®-Standard teilnehmen und ihn fördern |
Testinstitute | Auditierte Testinstitute, die auf Basis des bluesign®-Standards Analysen durchführen |


